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Aus der Information des Berufsverband für Anthroposophische Kunsttherapie e.V. (BVAKT): Anthroposophische Kunsttherapien werden von qualifizierten Anthroposophischen Kunsttherapeuten in Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt angewendet. Die Anthroposophische Kunsttherapie ist in künstlerische Fachbereiche wie Malerei, Musik, Plastik, Sprache, untergliedert. Ihre Grundlagen hat diese Behandlungsmethode in den Erkenntnissen der anthroposophisch- medizinischen Menschenkunde (Physiologie und Pathologie), die über eine ausschließlich naturwissenschaftliche Betrachtung des Menschen hinausgeht und seinen seelischen und geistigen Anteil mit zu erfassen sucht, sowie seine darin begründeten schöpferischen Fähigkeiten. Mit Anthroposophischer Kunsttherapie können Patienten behandelt werden, die an organischen oder funktionellen Störungen erkrankt sind, die an psychosomatischen Krankheitszuständen leiden, die sich in einer biographischen Krise befinden oder an Entwicklungsstörungen leiden. Die Anwendung erfolgt als Einzeltherapie, Einzeltherapie in der Gruppe oder Gruppentherapie. Die Indikation zur Anthroposophischen Kunsttherapie im Fachbereich Musik kann aus allen medizinischen Fachbereichen gestellt werden und sowohl bei akut als auch bei chronisch erkrankten Patienten zum Einsatz kommen. Physischer, seelischer und musikalischer Atem verbinden sich in der Musik zu einer Ganzheit. Im therapeutischen Ansatz spricht die Musik den seelischen Erlebnisraum an, regt die gestalterischen Fähigkeiten an und wirkt ordnend bis in die Organzusammenhänge hinein. Da ein musikalisches Erleben selbst in herabgedämpften Bewusstseinslagen möglich ist, ist diese Therapie besonders angezeigt, auf nichtsprachlicher Ebene das Verständnis, die Erlebnisfähigkeit und die Kommunikation zu fördern. Zudem werden der Hörprozess und das Konzentrationsvermögen angeregt. Die Bewegungsvorgänge erfahren erleichternde und impulsierende Wirkungen. Eine noch exaktere Darstellung des anthroposophischen Ansatzes in der Musiktherapie
bietet der BVAKT hier an! |
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In der anthroposohischen Klinik arbeitete ich als Therapeutin ausschließlich auf ärztliche Anweisung
, welche die Diagnose und eine grobe Vorstellung vom Therapieziel bereits beinhaltete.
Außerdem gehörte die Begleitung Sterbender zu meinem Tätigkeitsfeld. Wie Rudolf Steiner in seinem Werk “Anthroposophische Menschenerkenntnis und Medizin” dargelegt hat, erfolgt die Therapie aus der richtigen Pathologie. Wesentlich für die Methode des Heilweges ist dabei die Erkenntnis über die zwei Grundkonstitutionen des Menschen (Hysterie und Neurasthenie), aus welchen Rudolf Steiner das Gleichheits-Prinzip und das polare Prinzip als entsprechende Therapiewege ableitete. Nach ein bis zwei Therapiesitzungen erstellte ich eine musikalische Diagnose , die dann zusammen mit der Frage der Konstitution die allgemeine Zielrichtung der therapeutischen Arbeit konkretisierte. Dies geschah wiederum in Zusammenarbeit mit dem Arzt und den Pflegenden. Aus dieser gemeinsamen Arbeit entsteht im Idealfall ein gemeinsames Bild der Wesensgliederdiagnostik des Patienten ( = Wie stehen physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich-Organisation zueinander), aus welcher die Therapie unmittelbar abzuleiten ist. Persönliche und biographische Aspekte des Patienten spielen in der Therapie immer wieder eine Rolle, insbesondere in der Anfangsphase, wo es gilt, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, das auch in schwierigen Phasen der Therapie tragfähig bleibt. In der täglichen Arbeit sind Patient und Therapeutin Teil eines Prozesses , über dessen Richtung eine geschulte Wahrnehmung Auskunft gibt. Dieser Prozeß wurde regelmäßig mit der Arbeit des Arztes bzw. der Pflegenden verglichen und abgestimmt. Im therapeutischen Gespräch, insbesondere im Abschlußgespräch, wird dieser Weg immer wieder dem Patienten bewußt gemacht und seiner eigenen Initiative überantwortet. Hier ist auch Raum für Empfehlungen über die Fortsetzung der begonnenen Therapie auf ambulantem Wege. Häufig wurden mit den Patienten Absprachen über einen weiteren, späteren Aufenthalt in der Klinik getroffen. Seit meiner Übersiedlung nach Rostock biete ich, neben der Arbeit an klinischen
Stationen für Palliativmedizin, Kinder-Onkologie und einem Hospiz, meine Therapien in Zusammenarbeit und enger Abstimmung mit anthroposophischen Ärzten in Hamburg an. Neben Einzeltherapien sind auch Intensivtherapien in Blöcken
von fünf Tagen in Rostock möglich. Für nähere Informationen nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf. Zur Fortsetzung des Rundgangs klicken Sie bitte hier>> |